Montag, 6. Dezember 2010

Ich war in der Schreibwerkstatt :D

Als ich Menschen kommen hörte, sprang ich sofort auf und löste mich aus Arunas Umarmung. Ich zog meine Kleider gerade und lief davon so schnell ich konnte. Aruna rief mir hinterher, doch als sie die Geräusche auch hörte, rannte sie ohne ein weiteres Wort in die entgegengesetzte Richtung davon. Niemand durfte von uns wissen, deshalb trafen wir uns heimlich hinter dem Baum auf dem Feld meines Vaters. Normalerweise verirrte sich keiner hier hin, denn der Boden war sumpfig und unfruchtbar, bis auf ein paar kleine Stellen.
Jetzt aber waren Leute auf  dem Weg dorthin. Fremde Leute. Obwohl ich so schnell wie möglich weg wollte, siegte nach ein paar hundert Metern doch die Neugier und ich schlich leise zurück, um zu sehen, was diese fremden Menschen auf dem Acker meines Vaters zu tun hatten. Wir waren nicht reich, wir konnten uns keine Angestellten leisten und diese Leute kannte ich auch nicht vom Markt. Als ich wieder bei dem Baum angekommen war, kletterte ich ohne nachzudenken hinauf. Die Menschen kamen nur langsam näher, es waren ein Mann und eine Frau, die ein Bündel trugen, so viel konnte ich nun erkennen. Als sie gefühlte Stunden später endlich angekommen waren, bereute ich es bereits, wieder zurückgekehrt zu sein. Der Mann sah sich einmal kurz um, tastete unter einem Busch herum und zog eine Schaufel hervor. Er drückte der Frau das Bündel in die Hand und begann zu graben. Als das Loch etwa einen Meter tief war, legte die Frau das Bündel hinein, danach begann der Mann, die Grube eilig zuzuschaufeln. Nachdem er fertig war, versteckte er die Schaufel wieder und die beiden verschwanden. Nach einigen Minuten Wartezeit stieg ich wieder von dem Baum und rannte nach Hause.
Die beiden hatten gerade vor meinen Augen ein Kind begraben. Ich hatte zugesehen. Zu Hause rief meine Mutter mich gleich zum Abendessen, sodass ich keine Zeit mehr hatte, darüber nachzugrübeln. Ich setzte mich an den Tisch, neben meine wunderschöne Schwester Aruna.
Paul Gauguin - Bilder Gemälde - Wann heiratest du? (Nafea faa ipoipo?)
Meine Geschichte zu diesem Bild
von Paul Gauguin

3 Kommentare:

Paramour hat gesagt…

*daumen-hoch!*

Paramour hat gesagt…

Du warst nicht du selbst- diesmal auch ohne Schmerzen!

Tamani hat gesagt…

Stimmt :) was aber nicht heißt, dass so was jetzt öfter vorkommt. Theater-AG ist schon Überwindung genug :'D